die gildenbewegung

EU-Kommissar Dr. Franz Fischler
beim 36. Forum
Die Gildebewegung ist Pfadfindertum für Erwachsene. Nicht das Leben in der Erinnerung an Lager, an Treffen, an Heimstunden, an denen man als Jugendlicher teilgenommen hat, ist ihr wichtig, sondern es ist die Auseinandersetzung mit der Welt, in der wir heute sind. Kunst, Kultur, Sport, soziales, Politik (nicht Parteipolitik), Religion und Ethik gehören als Teilbereiche dazu.

Es begann 1969: Damals trafen sich in Großarl 92 Teilnehmer aus 5 Ländern zum ersten "Regional-Treffen der Alpenländer" der Gilde-Pfadfinder. Aufgrund des großen Erfolges verlangte man nach Folgetreffen. Viele, die von den Erlebnissen, den Gesprächen und den Begegnungen hörten, wollten auch dabei sein. Und so entstand - schneller als man glaubte - ein Europa-Treffen: "Das Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder", das seither jährlich in Großarl abgehalten wird.
Von ähnlichen Treffen unterscheidet sich das Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder in Großarl in erster Linie dadurch, dass es nicht "konsumierbar" sein will, sondern Aktivitäten aller Teilnehmer fordert. Die Teilnehmer des Forums und die Bevölkerung des kleinen Bergdorfes in Salzburg treten in einer Weise in Beziehung zueinander, wie sie im täglichen Leben nicht ohne weiteres erfahrbar ist. Das Forum will aktive Teilnehmer! Das erfordert von allen, nicht nur von den Veranstaltern, Einsatzbereitschaft und Energie. So gesehen ist das Forum in Großarl in gewisser Hinsicht ein unbequemes Forum. Das mag wohl auch das Erfolgsrezept sein, welches das Europäische Forum nach beinahe vier Jahrzehnten noch immer jung erhält. Die Ideen, die Themenvorgaben und das einmalige Zusammenwirken von Veranstaltungsleitung, Mitarbeitern, Teilnehmern und der Bevölkerung des Großarltales - all das macht jedes Jahr aufs Neue das gerade aktuelle Forum zum besten Forum, das es je gab.


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